fri Splietau. Woltersdorf und Siemen trugen beim 65. Lüchow-Dannenberger Kreisfeuerwehrtag in Splietau den Sieg davon. Die Kreismeisterschaft in der Wertungsgruppe 1 für Fahrzeuge mit fest eingebauter Pumpe gewannen die Dauersieger aus Woltersdorf. Das Team setzte sich bereits zum zehnten Mal in Folge gegen 21 Konkurrenten durch. Den zweiten Platz belegte die Mannschaft aus Clenze, gefolgt von Dannenberg.

In der Wertungsgruppe 2, den bei kleineren Ortswehren eingesetzten Fahrzeugen mit entnehmbarer Tragkraftspritze, setze sich Titelverteidiger Siemen als beste der 29 Mannschaften durch. Auf den nächsten Plätzen lagen Luckau und Sachau.

Das Wetter spielte am Sonntag, dem zweiten Tag der Veranstaltung, nicht richtig mit. Wegen Gewitter und starker Regenfälle wurde der Beginn um eine Stunde nach hinten verlegt, aber auch dann musste der Wettbewerb noch einmal unterbrochen werden. Trotz zeitweise widriger Bedingungen blieben die Ergebnisse der Gruppen jedoch weitestgehend im normalen Bereich. Kreisbrandmeister Claus Bauck spendete der veranstaltenden Feuerwehr in diesem Zusammenhang großes Lob: „Alle Achtung dafür, was die Splietauer da in kürzester Zeit geleistet haben.“ Bauck bezog sich damit auf einen wahren Kraftakt, durch den die Frauen und Männer um Ortsbrandmeister Jens Schulz den Platz im strömenden Regen begehbar machten und hielten.

Die Wettbewerbe fanden nach den Richtlinien des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes statt. Um in die Wertung zu kommen musste die Aufteilung der Mannschaften auf Angriffs-, Schlauch und Wassertrupp ausgelost werden. Unabhängig von ihrer Wertungsgruppe hatten die insgesamt 51 teilnehmenden Teams einen Löschangriff durchführen, einzelne Blauröcke zusätzlich feuerwehrspezifische Aufgaben lösen. Dabei handelte es sich um Testfragen, das Lesen und Bestimmen von Koordinaten sowie das Binden von Knoten.

Die Splietauer Ortswehr hatte für die Wettbewerbe und das Rahmenprogramm eine Menge auf die Beine gestellt. Der Löschverband für Splietau, Nebenstedt und Seybruch mit seinen knapp 150 Mitgliedern, davon 34 Aktive, organisierte für Teilnehmer und Besucher unter anderem ein breites Angebot an Speisen und Getränken. Kurzweilige Spiele beschäftigten den Nachwuchs, Interessierte konnten sich über Fahrzeuge und Ausstattung des Technischen Hilfswerks sowie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) informieren. Der Überschlagssimulator der Verkehrswacht zog viele Besucher an, andere nutzten die Gelegenheit für einen Rundflug mit dem Hubschrauber. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahm wie in jedem Jahr der Lüchow-Dannenberger Kreisfeuerwehrmusikzug.

Als das Wetter es am Sonntagnachmittag endlich zuließ herrschte Volksfeststimmung. Immer mehr Zuschauer strömten auf den Platz und feuerten die Mannschaften an. Ortsbrandmeister Jens Schulz zeigte sich deshalb mit dem Verlauf der beiden Tage mehr als zufrieden: „Trotz des Wetters waren mehr Besucher da als man erwarten konnte.“ Der Brandmeister dankte insbesondere den Frauen und Männern seiner Wehr: „Die haben während der einjährigen Vorbereitung und beim Aufbau über mehrere Tag hervorragende Arbeit geleistet.“ Diese Einschätzung wurde nicht nur von Kreisbrandmeister Bauck geteilt, der dies bei der Siegerehrung unter großem Beifall zum Ausdruck brachte.

Eine Premiere gab es bei der Veranstaltung auch noch: Ein Dannenberger Feuerwehrmann lies seine Freundin auf den Platz begleiten, bestieg mit ihr den Korb einer Drehleiter und machte der Verblüfften in luftiger Höhe einen Heiratsantrag. Im Hintergrund leuchtete dazu ein Herz aus Fackeln, das die Dannenberger Wehr sowie Kollegen vom DRK bildeten. Die Antwort der Befragten lautete denn auch: „Oh ja…!“

Siegerliste LF.pdf                                                              Siegerliste TSF.pdf

2015 08 31 07
Der Wettbewerb erfordert Teamarbeit und Tempo
2015 08 31 08
Fahrzeuge mussten über den schweren Boden geschleppt werden
2015 08 31 09
Fertigmachen zur Wasserentnahme

2015 08 31 10
„Wasser Marsch“ zur Brandbekämpfung
2015 08 31 11
Dorit Henning nahm Tim Böttchers Antrag an (Foto: M.Tügel)