Lüchow. Unter dem Motto „Herausforderungen erkennen und rechtzeitig handeln“ stand ein Runder Tisch zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung in Lüchow. Niedersachsen wurde vor 40 Jahren von der bis dahin größten Waldbrandkatastrophe in Deutschland heimgesucht. Erfahrungen und Lehren, die damals gezogen wurden, geraten mehr und mehr in Vergessenheit. Gleichzeitig zeichnet sich für die Zukunft eine Verschärfung der Gefährdungslage für Vegetationsbrände ab. Längere Hitze- und Trockenperioden durch den Klimawandel oder Landflucht sind da nur einige Stichworte. Sich abzeichnende Gefährdungslagen lassen sich aber besser beherrschen, wenn sie rechtzeitig analysiert werden und gegensteuert wird. Wie diese „Gegenmaßnahmen“ aussehen könnten und welchen Beitrag die jeweiligen Akteure hierzu leisten können, diskutierten am vergangenen Freitag Vertreter von Feuerwehren, Forst, Bundeswehr, privaten Unternehmen und dem THW unter der Leitung des Waldbrandexperten Prof. Dr. Johann Goldammer vom Global Fire Monitoring Center (GFMC) der Universität Freiburg im Breisgau. „In diesem ersten Gespräch ging es uns zunächst darum, Verständnis für die komplexe Gesamtproblematik zu entwickeln und vor allen Dingen die Sichtweise und das Bewusstsein der einzelnen Akteure untereinander zu schärfen“, betonte Kreisbrandmeister Claus Bauck, der zu der Veranstaltung eingeladen hatte. Dies sei gelungen. Es sind weitere „Runde Tische“ geplant, in denen gemeinsame Konzepte und Maßnahmen entwickelt werden sollen.

2015 10 06 01
Beim Runden Tisch dabei (v.l.) Claus Bauck, Prof. Dr. Johann Goldammer und
Dr. Michael Herrmann vom Technischen Hilfswerk

Bericht: Dr. Michael Herrman
Bild: Johann Fritsch