Der Ortsbrandmeister Ralf Karmienke berichtet in der Jahreshauptversammlung, dass sich die Wehr aktuell aus 82 Mitgliedern zusammensetzt.

Im vergangenen Jahr ist die Feuerwehr Lütenthien zu insgesamt zwei Einsätzen gerufen worden. Ein Brand in der Proitzer Mühle, bei dem ein Druckluftkompressor einer Bierzapfanlage im Keller Feuer fing, wurde zum Glück von der Hausbesitzerin schnell bemerkt, so dass sie die Flammen mit einem Feuerlöscher ablöschen konnte. So mussten die herbeigeeilten Blauröcke aus Lütenthien und Schnega „nur noch“ dafür sorgen, die Räumlichkeiten zwecks Druckbelüfter rauchfrei zu machen. Zur Sicherheit, forderte der Ortsbrandmeister Ralf Karmienke die Wärmebildkamera aus Clenze an, um eventuell auftretende versteckte Brandnester zu lokalisieren. Hier konnte aber schnell Entwarnung gegeben werden. Brisant hätte sich die fehlende Alarmierung der Feuerwehr Billerbeck auswirken können. So birgt das Objekt Proitzer Mühle ein großes Gefahrenpotential. Das haben die Führungskräfte der Wehren aus Lütenthien, Billerbeck und Schnega in mehreren gemeinsamen Übungen sowie Ausbildungen immer wieder erkannt. Aufgrund der Lage, Größe des Objektes und der Löschwassersituation an der Proitzer Mühler, sind hier selbst die Anfahrtswege der einzelnen Wehren bereits im Falle einer Alarmierung vorgegeben. Leider bleibt auch der zweite Einsatz in negativer Erinnerung. Ein Hausbrand machte hier eine Bewohnerin in kürzester Zeit obdachlos. Die Feuerwehren konnten das schnell im Vollbrand befindende Haus nicht mehr vor den Flammen retten. Doch konnte sich die Besitzerin aus dem Haus ins Freie retten und die anderen Gebäude konnten geschützt werden. Insgesamt leisteten die Kameradinnen und Kameraden im vergangenen Jahr durch Übungsdienste, Einsätze, Öffentlichkeitsarbeit sowie für den Gerätehausbau 731 Stunden. Zu erwähnen sei laut Karmienke auch, die Fertigstellung eines neuen Rohrbrunnens, der in Gledeberg gebohrt wurde. Dieser ist mit einer Unterwassertauchpumpe ausgerüstet, um den Grundwasserspiegel anzuheben. Hierzu müsse allerdings noch ein Stromkasten gesetzt werden. Bei einem Stromausfall kann die Pumpe über einen Umschalter auch über ein Notstromaggregat betrieben werden. Auch hier betonte Karmienke die Alarm und Ausrückeordnung. Hier sei die Mitalarmierung der Nachbarwehr aus Schnega unter anderem auch so wichtig, da diese Wehr über ein leistungsstarkes Notstromaggregat verfügt.

Der stellvertretende Jugendwart Wolfgang Striecks, berichtet der Versammlung, dass die Jugendabteilung personell nicht gut aufgestellt sei. Hier bangt man in den Reihen der Wehr, um die Zukunft dieser Abteilung.

Beförderungen
Hauptfeuerwehrmann Henning Stolpe wurde zum Löschmeister befördert!

Ehrungen
25 Jahre = Hauptfeuerwehrmann Torsten Giese
25 Jahre = Löschmeister Henning Stolpe
40 Jahre = Erster Hauptlöschmeister Jürgen Reinke
40 Jahre = Oberfeuerwehrmann Fritz Wöppelmann
40 Jahre = Löschmeister Winfried von Kampen
40 Jahre = Feuerwehrmann Uwe Nieschulz
40 Jahre = Oberfeuerwehrmann Ulrich Pfand
50 Jahre = Oberfeuerwehrmann Willi Mehldau
50 Jahre = Brandmeister Hans Licht
60 Jahre = Hauptfeuerwehrmann Helmut Schwarz
60 Jahre = Hauptfeuerwehrmann Gerhard Hafemann
60 Jahre = Hauptfeuerwehrmann Heinrich Schorling
70 Jahre = Löschmeister Walter Tiedke
70 Jahre = Löschmeister Eduard Baumgart

Die Ehrungen wurden in Vertretung von Offiziellen vom Ortsbrandmeister der Wehr Billerbeck Wolfgang Struck ausgesprochen und überreicht.

2016 05 03 03
v.l.: Ortsbrandmeister Ralf Karmienke, Walter Tiedke, Gerhard Hafemann, Willi Mehldau,
Ulrich Pfand, Uwe Nieschulz, Winfried von Kampen, Henning Stolpe

Bericht und Bild: Alexander Wallroth, Ortspressewart der Freiwilligen Feuerwehr Schnega und Bereichspressewart Lüchow-Wendland