Der Vormittag wurde für die theoretischen Grundlagen genutzt. Die Besonderheiten von unterschiedlichen Vegetationsbränden und wie damit umgegangen werden sollte, waren der Einstieg in eine lebendige Übermittlung von Wissen zum obigen Thema. Es wurde auch näher auf das Verhalten von Feuer unter verschiedenen Bedingungen eingegangen. Sehr interessant waren die Ergänzungen aus persönlichen Erfahrungen, die die Referenten in verschiedenen Einsätzen in Südeuropa oder den USA machen konnten. Untermauert mit verschiedenen Fotos und Filmaufnahmen konnten eindrucksvoll die verschiedenen Situationen und auch Risiken dargestellt werden. Die Teilnehmer ergänzten mit eigenen Erfahrungen. Speziell wurde auch auf Regeln, die der eigenen Sicherheit dienen, eingegangen. Unterschiede der offensiven und defensiven Einsatztaktik sind auch dargestellt worden. Um das Thema abzurunden konnte nicht auf das Modul Nachlöscharbeiten verzichtet werden. Selbst hierin waren noch neue Erkenntnisse enthalten, die uns bei unserer Arbeit zum Schutze der Vegetation helfen können.

Praktische Übungen mit verschiedenen Löschmitteln standen für den Nachmittag auf dem Plan. Wir verlegten den Zug vom Lüchower Gerätehaus in den Gartower Forst. Eine wesentliche Basis für den Lernerfolg war die Durchführung von Löschübungen, für die uns die Forstverwaltung Graf von Bernstorff’s eine optimale Örtlichkeit zur Verfügung stellte. Unseren herzlichen Dank dafür. So konnten wir Vegetationsbrände am Hang simulieren und mit verschiedenen Löschtechniken bekämpfen. Es konnte schnell festgestellt werden, welche Löschtechnik an welcher Stelle Ihre Grenzen hat. So kamen verschiedene Werkzeuge wie Feuerpatschen, Schaufeln und Spaten zum Einsatz und man konnte selbst erfahren, wie deren Einsatz am effektivsten funktioniert. Verschiedene Möglichkeiten des Löschens mit Wasser wurden auch ausprobiert. Es fing mit unterschiedlichen Wasser-befüllten Rucksäcken an und wurde über die Einsätze von D- und C-Rohen bis zum Umsetzen der „Pump and Roll“ Methodik gebracht. Aufgrund der Örtlichkeit könnten wir deutlich sichtbar erfahren, wie schnell der Wind sich um 180 Grad drehen kann und was das für Folgen das für das eingesetzte Löschverfahren hat.

Den eindrucksvollen Abschluss stellten Kiefern in einer Hanglage dar, deren Dynamik in der derzeitigen Witterung so nicht erwartet worden war. Wir haben erfahren können, was passieren kann und wie wir darauf reagieren sollten. So etwas hautnah erfahren zu dürfen, gab den Teilnehmern eine gewisse Sicherheit und Respekt, was in einem realen Einsatz schon von entscheidender Bedeutung sein kann.

Auch die Kameradschaft kam nicht zu kurz. Nach 2 gemeinsamen Mahlzeiten hatten alle genug Energie mit anzupacken und die Übungen zielgerichtet vorzubereiten. Das Aufräumen wurde auch gemeinsam bewältigt und es hatten alle viel Spaß und noch mehr Erkenntnisse. Somit gab es ein durchweg positives Feedback von Seiten der Teilnehmer, was den erheblichen Aufwand bei der Vorbereitung und Durchführung rechtfertigte.

Ich bin davon überzeugt, dass uns dieser Dienst sehr gut dabei geholfen hat, unsere freiwillige Arbeit zum Schutze der Vegetation effizienter und sicherer zu gestalten. Mit bestem Dank an die beiden Referenten, die Spender, die Unterstützer, sowie die aktiven Teilnehmer. Zugführer Ralf Behrens

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Bericht und Bilder: Norbert Habermann, Stelv. Kreisbereitschaftsführer KFB 1