vp Groß Heide. „Ein Quatensprung für eine Feuerwehr mit Grundausstattung“ lautete das Fazit des Groß Heider Ortsbrandmeisters Henning Peters anlässlich der feierlichen Übergabe des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges mit Wassertank (TSFW) an seine Ortswehr am vergangenen Freitag.

Nachdem das neue Einsatzfahrzeug bereits gut eine Woche zuvor seine Feuertaufe beim Großbrand in der Dannenberger Jeetzelallee bestanden hatte, wurden die Fahrzeugschlüssel nun offiziell vom Bürgermeister der Samtgemeinde Elbtalaue Jürgen Meyer und seinem Samtgemeindebrandmeister Andreas Meyer vor der Vertreterin der Samtgemeindeverwaltung Sabine Ringel, dem Vorstand des Fördervereins der Feuerwehr Groß Heide Frank Konau, den geladenen Gästen aus den befreundeten Ortswehren Dannenberg, Gusborn, Jameln, Splietau und Volkfien, der Abordnung der Partnerfeuerwehr aus dem Brandenburgischen Gantikow sowie den angetretenen Kameraden der Einsatz-und der Altersabteilung an den Groß Heider Ortsbrandmeister übergeben.

Kein anderer Ausstattungsgegenstand motiviere die Einsatzabteilung einer Feuerwehr mit Grundausstattung mehr als das Feuerwehrfahrzeug, über keinen anderen Ausstattungsgegenstand identifiziere sich die Feuerwehr mit Grundausstattung mehr, so Ortsbrandmeister Peters.

Und so wird es die Hauptaufgabe der Einsatzabteilung in den nächsten Wochen sein, sich mit der neuen, moderneren Ausrüstung und dem veränderten Fahrzeugaufbau vertraut zu machen, um möglichst schnell die vorherige, gewohnte Routine bei der Handhabung und die daraus resultierende uneingeschränkte Einsatzfähigkeit wieder zu erreichen.

Für die Groß Heider Feuerwehr war dies bereits die sechste Fahrzeugübernahme, nachdem bereits im Jahre 1888 eine mobile Handdruckspritze, 1942 ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA), 1965 ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Truppbesatzung (TSF/T) VW T1 ‚Bulli‘, 1987 ein gebrauchtes Löschgruppenfahrzeug (LF8) Opel Blitz und 1991 ein TSF mit Staffelbesatzung (Fahrzeugführer, Maschinist, Angriffs- und Wassertrupp) Ford Transit vom jeweiligen Träger entgegengenommen werden konnten.

Und wie bei den früheren Fahrzeugwechseln wurde auch jetzt bei der Ausstattung der veränderten Alarmbereitschaft und dem technischen Fortschritt Rechnung getragen. So kann das neue Fahrzeug dank der modernen Schnellangriffseinrichtungen erforderlichenfalls auch von nur zwei Feuerwehrleuten bedient werden, führt einen 1000 Liter fassenden Leitungswassertank zur Überbrückung der Zeit zwischen Eintreffen am Einsatzort und erfolgtem Aufbau einer Wasserförderstrecke, und verfügt über ein neues Digitalfunkgerät. Samtgemeindebürgermeister Jürgen Meyer stellte besonders heraus, dass es ihm eine besondere Freude sei, ein so tolles, neues Feuerwehrfahrzeug den Händen einer so gut strukturierten, motivierten und geführten Feuerwehr sehen zu dürfen, wie er sie bei der Groß Heider Wehr vorfinden würde.

Und Samtgemeindebrandmeister Andreas Meyer hob hervor, dass es ihn ein wenig stolz mache, sowohl ein neues Feuerwehrhaus (2014) als auch ein neues Feuerwehrfahrzeug innerhalb der Amtszeit eines und desselben Ortsbrandmeisters übergeben zu dürfen.

Im Anschluss an den formellen Teil dankte Ortsbrandmeister Peters vorab den Kameraden aus Volkfien für die Beköstigung während der Veranstaltung, lud alle Anwesenden bei schönstem Frühlingswetter zu gegrillter Bratwurst und Erfrischungsgetränken ein und erläuterte zusammen mit seinem Stellvertreter Andreas Störr Sabine Ringel von der Samtgemeindeverwaltung, Jürgen Meyer, Andreas Meyer sowie anderen interessierten Gästen den Aufbau, die Funktionsweise und die Einsatzmöglichkeiten des neuen Fahrzeugs.

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v.l. Jürgen Meyer, Henning Peters, Andreas Meier
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v.l. Jürgen Meyer, Sabine Ringel, Andreas Meyer
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Bericht und Bilder: Volker Peters, Pressereferent Ortsfeuerwehr Groß Heide