2012 03(fri). Die Unterstützung seiner Familie und des Arbeitgebers haben für Frank Klimert hohen Stellenwert. Während ihm die Ehefrau privat den Rücken freihält, zeigt sich seine Firma großzügig und honoriert damit den Einsatz des Lüchowers für die Allgemeinheit auf vorbildliche Weise. Ohne dieses Entgegenkommen wäre es für ihn wesentlich schwerer, wenn nicht unmöglich, seine Aufgaben zu erfüllen.

Der gelernte Kaufmann ist seit Beginn des Jahres als Bereichsbrandmeister Ost in der Samtgemeinde Lüchow/Wendland für zwölf Ortswehren zuständig. Ab 1. Mai übernimmt er, die Bestätigung durch den zuständigen Gemeinderat vorausgesetzt, das Amt des Lüchower Feuerwehrchefs. Dann steht er als Ortsbrandmeister an der Spitze der größten Freiwilligen Feuerwehr des Landkreises mit über 120 aktiven Frauen und Männern.

Der Familienvater ist 1983 zur Jugendfeuerwehr gestossen und zehn Jahre später zu den Aktiven übergetreten. Er hat seither an mehr Lehrgängen teilgenommen als die meisten anderen Blauröcke der Region. Klimert ist unter anderem Maschinist, Ausbilder Atemschutz, kennt sich mit Gefahrstoffen und der Führung von Verbänden sowie der Leitung einer Feuerwehr aus. Damit ist er gut für seine Aufgaben gerüstet, doch mehr als darauf baut er auf seine Kameradinnen und Kameraden. „Mein Ziele sind, was die Mannschaft fordert“ sagt der Hauptbrandmeister und setzt damit auf Mitarbeit und Kameradschaft. Von Politik und Verwaltung wünscht er sich Vertrauen: „Wir stellen unsere Forderungen nicht zum Spass, sondern zum Schutz der Allgemeinheit.“ Frank Klimert weiß, dass die beiden Ämter nicht nur eine große zeitliche Belastung mit sich bringen. Mit den Worten „Arbeit und Nerven“ fasst er die Anforderungen an sein ehrenamtlichen Engagement zusammen. Doch das hält den leidenschaftlichen Jäger nicht von der Erfüllung der neu übernommenen Pflichten ab. Er musste dazu allerdings nicht ins „kalte Wasser“ springen. Ihm war schon bei der Ernennung zum stellvertretenden Ortsbrandmeister vor drei Jahren klar: „Wer A sagt muss auch B sagen.“ Mit Übernahme der verantwortungsvollen neuen Aufgaben hat Klimert dies konsequent in die Tat umgesetzt.