2012 05(fri). Lüchow-Dannenberg bringt es mit sich, dass viele Berufstätige ihr Geld außerhalb des Landkreises verdienen müssen. Sie fahren am Morgen nach Wolfsburg, Lüneburg oder Hamburg und kehren nach Feierabend an ihren Wohnort zurück. Unter ihnen sind auch zahlreiche Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren, die es sich trotzdem nicht nehmen lassen, sich für ihre Mitbürger zu engagieren.
Einer von ihnen ist Christian Lippe. Der 35-jährige Sallahner macht sich werktags schon kurz nach fünf auf den Weg zu seiner Dienststelle in Hamburg und kommt erst mehr als 12 Stunden später wieder heim. Aber nur, wenn es gut läuft. Der Bundespolizist kennt wie unzählige andere die ständigen Baustellen, den zähen Verkehr, die Staus um und in der Hansestadt. Da ist eigentlich jeder froh, wenn er am Abend seine Beine aufs Sofa legen und den Tag ausklingen lassen kann.
Doch Lippe ist einer der Bürger, die sich in ihrer Freizeit für die Allgemeinheit engagieren. Als Aktiver der Feuerwehr Tüschau-Krummasel zieht er wie seine Kameradinnen und Kameraden die Uniform an, wenn irgendwo Hilfe erforderlich ist. Diese Bereitschaft kommt nicht von ungefähr: „Das hat mir mein Vater als Ortsbrandmeister von Sallahn in die Wiege gelegt“. Folgerichtig bemüht sich der Hauptfeuerwehrmann, Beruf und ehrenamtliches Engagement unter einen Hut zu bringen. Als Vorteil sieht er dabei, dass sein Dienstherr diesen Einsatz für die Mitbürger unterstützt. Auch Lehrgänge bis zu drei Wochen im Jahr werden nicht zum Problem, „wenn keine dienstlichen Belange entgegenstehen.“ Dieses Entgegenkommen möchte Lippe nutzen, um bald den Gruppenführerlehrgang in Celle zu absolvieren.
Größtes und einziges Hobby des Hauptkommissars neben der Feuerwehr ist der Schützenverein Sallahn. Als exzellenter Schütze steht er nicht nur auf den Ergebnislisten weit vorne, sondern auch an der Spitze des Vereines. Zugleich nimmt er die Funktion des Stellvertretenden Vorsitzenden im Kreisschützenverband Lüchow-Dannenberg wahr. Sowohl in der Feuerwehr wie auch im Schützenwesen sieht er auch eine starke soziale Komponente: „Was gibt es in unseren Dörfern denn noch, außer Schützenverein und Feuerwehr?“ Für Christian Lippe gehören in beiden Bereichen Dinge wie Kameradschaft und Veranstaltungen für die Allgemeinheit einfach dazu. Für die Blauröcke ergänzt er: Da geht es einfach darum, für andere da zu sein und den Menschen zu helfen.“