2012 09(fri). Es gibt Berufe, die mit Sicherheit nicht immer leicht zu ertragen sind. Rettungsassistent ist so einer, denn in diesem Job kommt man zwangsweise mit menschlichem Leid, Verletzung und Tod in Berührung. Eigentlich reicht dieser Job, da kann man nicht noch mehr Engagement für die Mitmenschen erwarten.

Norbert Habermann denkt anders. Der Lüchower engagiert sich auch noch freiwillig bei der Feuerwehr: „Das ist für mich gewissermaßen ein Ausgleich zum Beruf.“ Und so hat er die Führung des Wassertransportzuges und das Amt des stellvertretenden Kreisbereitschaftsführers in der Kreisfeuerwehrbereitschaft I übernommen. Natürlich bedeutet dies für den 54-Jährigen eine zusätzliche Belastung, aber er “arbeitet gerne mit jungen Leuten“ und hilft dabei auch noch anderen Menschen.

Beruflich fährt Habermann Rettungseinsätze und Krankentransporte. Er eilt zu Unfällen und schwer erkrankten Patienten. Das alles im Schichtdienst, immer zwölf Stunden lang. Dabei übernimmt er am liebsten die Nächte, denn das hilft ihm Job und Hobby Feuerwehr auf die Reihe zu bringen. Die Härten seines Berufes hat der gutgelaunte Brandmeister im Griff. Durch seine jahrzehntelange Routine und Gespräche mit Kollegen kann er die Bilder, die er oft zu sehen bekommt, verarbeiten: „Man weiß eben nie was auf einen zukommt und natürlich sind vor allem Notfälle mit Kindern belastend.“

In der Freizeit geht er auf die Jagd und zum Angeln, neuerdings setzt er sich gerne auf sein Mountainbike. Ein großer Traum Norbert Habermanns ist eine längere Reise in ein fernes Land und diesen will er auch verwirklichen. Weil ihn die Landschaft so begeistert möchte er Kanada in Ruhe erkunden: „Wenn immer möglich noch vor der Rente.“ Zupackend wie er ist besteht daran eigentlich kein Zweifel.