2012 12(fri). Wenn es mal nicht so läuft wie es sollte, fragt sich Manfred Schultze manchmal, „warum er sich das eigentlich freiwillig antut.“ Aber das legt sich schnell wieder, denn der Zimmerer weiß, dass seine Ortswehr hinter ihm steht und diese Kameradschaft möchte er nicht missen.

Der geborene Dannenberger ist seit kurzer Zeit Ortsbrandmeister und damit Chef der Göhrde-Metzinger Blauröcke. Dabei erfreut er sich der tatkräftigen Unterstützung seiner Frauen und Männer, was ihm ohne Zweifel die Aufgabe erleichtert. Ihm kommt natürlich zugute, dass er sich von Kindesbeinen an für die Allgemeinheit engagiert. Er ist mit zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten und den Blauröcken seitdem treu geblieben. Als Hauptlöschmeister hat es der 43-jährige Familienvater nun an die Spitze seiner Ortswehr geschafft.

Für die Feuerwehr entschied er sich, weil diese einem guten Zweck dient und er anderen Menschen in schwierigen Lagen helfen kann. Auf die Jugend lässt er in diesem Zusammenhang nichts kommen: „Es gefällt mir sehr“, so Schultze, „wie auch die sich für unsere Feuerwehr und die Mitmenschen engagieren, das macht mir großen Spaß.“

Kein Wunder, dass die Feuerwehr deshalb für ihn das „Hobby Nummer eins“ ist. Den Rest seiner Freizeit kümmert er sich um Haus und Garten sowie die Nachbarschaftshilfe. Manfred Schultze achtet darauf, dass die Familie beim Einsatz für andere möglichst nicht zu kurz kommt.

An sich selbst findet der Ortsbrandmeister nichts Besonderes: „Ich habe Macken, die andere auch haben.“ Welche braucht er nicht zu verraten, denn wer ihn kennt „weiß Bescheid.“ Schultze selbst hält sich für einen ganz normalen Durchschnittsbürger. Allerdings ist er einer von denen, die durch ihre Hilfsbereitschaft aus der Masse herausragen. Eigentlich kann die Allgemeinheit gar nicht genug von solchen „Durchschnittstypen“ haben.