2013 02(fri). Hans-Hermann Meyer ist wie viele seiner Kameradinnen und Kameraden in der Feuerwehr groß geworden. Was er mit zehn Jahren begonnen hat lässt ihn bis heute nicht los und ist ihm nie zur Last geworden. Der Erste Hauptlöschmeister ist einer von den Blauröcken, ohne die das System der Freiwilligen Feuerwehren nicht funktionieren würde. Trotzdem drängt er sich nicht in den Vordergrund, viel wichtiger ist für ihn, „dass die Arbeit gemacht wird“.

„Hermes“ , wie er genannt wird, ist stellvertretender Ortsbrandmeister in Billerbeck, leitete die Floriangruppe, kümmert sich um die Atemschutzgeräte seiner Wehr und nimmt darüber hinaus die Aufgaben des stellvertretenden Kreisfloriangruppenwartes wahr. Die Stunden, die er damit verbringt, zählt er nicht. Gut, dass seine Ehefrau Manuela da mitspielt. Aber das ist eigentlich nicht verwunderlich, ist sie doch eine der 45 Aktiven der Ortswehr.

Meyer wuchs in Warpke auf und wohnt dort bis heute. Der gelernte Maschinenschlosser setzt auch beruflich auf Kontinuität, ist seinem erlernten Beruf treu geblieben. Er ist eben bodenständig, Fernweh kennt er nicht. Obwohl er gerne mal ein paar Tage in Urlaub fährt, in die weite Welt hinaus zieht in nichts: „Ich erhole mich am liebsten daheim, komme mal zur Ruhe und denke nach.“ Außerdem kann er dann Haus und Garten in Schuss halten und mal ein Fußballspiel ansehen. Das macht er auf dem Platz in Schnega und gerne daheim auf dem Sofa. Dabei ist er nicht einmal Fan eines Bundesligaclubs. Ihm geht es um den Sport an sich, um spannende Spiele und packende Zweikämpfe.

Die Frage, warum er sich in der Feuerwehr engagiert, stellt sich für ihn bis heute nicht: „Ich bin da früh reingewachsen und habe Freude daran gefunden. Es ist für mich selbstverständlich, Menschen in Not zu helfen.“ In diesem Zusammenhang sorgt er sich allerdings um den immer weniger werdenden Nachwuchs. Aber das ist schon wieder ein Grund mehr für Hans-Hermann Meyer, sich in der Jugendarbeit der Blauröcke engagieren.