Am Sonnabend den 1.10.2016 war für die Feuerwehren aus Luckau, Clenze sowie die örtliche Einsatzleitung und dem Kreisfeuerwehrbereitschaftszug II „Umwelt“ bei der Firma Vogler alles nur eine ABC-Übung. Heute am 9.11.2016 trat die Realität ein. Im Maschinenraum der Produktionshalle des Schlachtereibetriebes Vogler löste die Meldeanlage gegen 13:45 Uhr Alarm aus, da auch Ammoniakgeruch festgestellt wurde, wurden über die Leitstelle die Wehren aus Clenze, Luckau und Kreisfeuerwehrbereitschaftszug  II „Umwelt“ nach Steine alarmiert.

Während die Südkreisfeuerwehren aus Clenze und Luckau bei Eintreffen die Einsatzstelle weiträumig absperrten  bauten die alarmierten Züge I-III der KFB II ihr Equipment zum Messen, Spüren und Dekontamination  zur Bekämpfung des Ammoniak Austritts auf.

Um Informationen über die Lage vor Ort und die Konzentration des austretenden Ammoniaks zu erhalten ging ein Messtrupp zur Stelle der Leckage im Maschinenraum vor. Weitere Trupps mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) standen in Bereitstellung. Gegen 15:15 Uhr konnte Entwarnung ausgegeben werden, da der Messtrupp keinen Ammoniakaustritt feststellen konnte.

Da es sich noch um eine unklare Lage handelte, wurden alle ca. 40 Mitarbeiter aus dem Werksgebäude vorsorglich evakuiert, denn mit den ätzenden Ammoniakgasen ist nicht zu spaßen. Auf einem festgelegten Sammelplatz wurde überprüft ob auch alle Mitarbeiter die Produktionshallen verlassen hatten. Da nicht vorhersehbar war wie lange der Feuerwehreinsatz dauert und die Werksmitarbeiter nicht in der Kälte warten mussten, wurden diese mit Einsatzfahrzeugen ins Luckauer Feuerwehrgerätehaus gefahren. Nach gut einer Stunde konnten die Werksmitarbeiter wieder zurückgebracht werden und die Arbeit wieder aufnehmen.

Die Schadenshöhe des über einstündigen Produktionsausfalls war bei Einsatzende noch nicht quantifizierbar.

Kreisbrandmeister Claus Bauck sowie Kreisbereitschaftsführer II „Umwelt“ Stefan Schmidt waren mit dem Einsatzablauf der Einsatzkräfte sehr zufrieden. Was vor fünf Wochen bei der Übung noch nicht so gut funktionierte, funktionierte jetzt im Ernstfall reibungslos. Hier zeigte sich mal wieder, dass das Üben solcher Großschadenslagen wichtig ist.

Insgesamt waren 19 Einsatzfahrzeuge mit rund 75 Einsatzkräften vor Ort.

Die Einsatzkräfte setzten sich zusammen:

FF Clenze, FF Luckau, örtliche Einsatzleitung, 2x Polizei, 3x DRK, 2x Bereichsbrandmeister, Kreisbrandmeister, Kreisbereitschaftsführer II, Kreisbereitschaftszug II „Umwelt“ mit den Wehren aus Dannenberg, Lüchow, Karwitz und Jameln

Bericht: Ingo Kath SG Lüchow Bereichspressewart West

Bilder: Ingo Kath

2016-11-01-1

2016-11-01-2

2016-11-01-3

2016-11-01-4

2016-11-01-5