Montag, 09. Dezember 2019

Zufriedene Wehren, interessierte Zuschauer, glückliche Tiere


Gartow(pb) Gerätehaus Gartow, Samstag, gegen 10.30 Uhr: Das HLF, das TLF der MTW der Gartower Wehr stehen bereits abfahrbereit vor den Toren, als laufend weitere Fahrzeuge eintreffen: Die Gorlebener Wehr erscheint mit ihrem TLF und einem MTW mit Mitgliedern der Jugendwehr. Ein weiteres TLF trifft ein, dazu ein ehrwürdiger alter Rundhauber, gefolgt von einem MTW mit weiteren Vertretern einer Jugendwehr – die Abordnung der Wehr Prezelle meldet sich auch zur Stelle.

Der Gemeindebrandmeister und sein Stellvertreter sind ebenfalls längst zugegen. Sie alle eint heute ein Ziel: Am Rande Gartows finden sich zwei kleine Wildgatter, die Rot- und Damwild sowie Wildschweine beherbergen. Auch diese Tiere leiden aktuell unter massiven Wassermangel. Mit fünf Fahrzeugen wollen die Feuerwehrleute nun diese Tiere mit kühlem Nass zu versorgen und tausende Liter Wasser in die Gehege bringen.

Aus drei Anrufen wurde eine Solidaritätsaktion

Angefangen hat diese Aktion mit drei Hilfeersuchen meinerseits in Gartow, Gorleben und Prezelle. Dass derartig viele Unterstützer erscheinen und auch alle drei Jugendwehren mitziehen, hätte ich so nicht zu hoffen gewagt,

bedankt sich der Initiator dieser Hilfsaktion, Peter Burkhardt, gleich zu Beginn seiner morgentlichen Begrüßung. Viele „seiner“ Mitstreiter verbindet an diesem Tag der Wunsch, durch dieses Projekt auch gute Öffentlichkeitsarbeit zu machen, andere wiederum erscheinen, weil ihnen die Gehege längst vertraut sind. „Ich war mit meinen Großeltern schon am Gatter“ oder „Ich gehe da gerne mit meinen Kindern hin, um die Wildschweine zu füttern“, sind nur zwei der oft geäußerten Motivationen.

Mit jeweils ca. zehn Minuten Versatz brechen dann die Fahrzeuge zum Gatter auf. So soll sichergestellt werden, dass sich immer Fahrzeuge an den Gehegen befinden, der festgelegte Kreisverkehr funktioniert und kein Befüllungs-Stau an den beiden Hydranten entsteht, die an diesem Vormittag für die Fahrzeuge vorgesehen sind. An drei Stellen rund um die Gehege sollen nun Tümpel befüllt werden.

Fahrzeuge umgehend umringt

Am Gatter angekommen, treffen die Besatzungen auf erfreulich viele Zuschauer, die mehrheitlich das abbilden, was für einige Akteure Motivation war: Großeltern mit Enkel(n), Familien mit Kindern – aber auch interessierte Erwachsene, die sich die neuen Fahrzeuge in Aktion ansehen möchten. Für die Akteure weiterhin erfreulich: Kameradinnen und Kameraden aus anderen Wehren der Samtgemeinde nutzten die Aktion, um – oft mit ihren Kinder –, dabei zu sein. Ebenso erschienen verschiedene Vertreter der Verwaltung und der Politik, darunter Samtgemeinde-Bürgermeister Christian Järnecke, der ebenfalls seine beiden Kinder mitgebracht hatte.

Jedes Fahrzeug, kaum das es mit der Wasserlieferung begann, wurde umgehend von Menschen umringt wird. Diese wiederum stellen alsbald erstaunt fest, dass insbesondere den Wildschweinen Feuerwehrfahrzeuge vertraut sind. Nicht nur, dass die Tiere den Fahrzeugen folgten, einige nutzten – ausgesprochen Kind gerecht – gleich die ersten kühlen Gaben für ein Bad in der Mittagssonne. Nach drei Touren und über 50.000 Litern Wasser rückten die engagierten Aktiven sowie die Mitglieder der drei Jugendwehren zufrieden wieder ab.

Ein Dienst mit mindestens vier Funktionen

Zufrieden dürften nicht nur Zuschauer gewesen sein, die dieser zweistündigen Aktion interessiert beiwohnten. Zufrieden waren auch Gemeindebrandmeister Holger Friedrichs und dessen Stellvertreter Manuel Maury:

Bewundernswert, mit welcher Geduld die Besatzungen Frage um Frage beantworteten. Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehren wurden angesprochen und gaben bereitwillig Auskunft und warben so für die Feuerwehr. So haben wir heute in einem Zug Maschinisten-Ausbildung betrieben, Hydranten gespült, die Tiere versorgt und Öffentlichkeitsarbeit betrieben,

resümiert Maury.

Und der stellvertretende Ortsbrandmeister der Gorlebener Wehr, Kai Motzkus ergänzt:

Wenn wir parallel dazu auch nur einen Menschen überzeugen konnten, bei uns einzutreten, hat sich das Engagement noch mehr gelohnt!

Für diejenigen, die am Samstag nicht zugegen waren, zwei Tipps: Diverse Bilder können Interessierte auf der Facebook-Seite der Jugendfeuerwehr Gartow betrachten. Ein Radio-Interview zur Aktion wird am 11.8. ab ca. 13.10 Uhr auf Florian ZuSa gesendet: Webradio http://funkturm.radio-zusa.net:8000/mp3 oder via Antenne 89,7 Mhz.

Fotos: Marco Lohse und Holger Voss
Weitere Fotos auf der Facebook-Seite der Jugendfeuerwehr Gartow

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