fri Clenze. Die Dienstversammlung 2015 der Lüchow-Dannenberger Gemeinde- und Ortsbrandmeister fand wie im Vorjahr in der Clenzer Drawehn-Schule statt. Im Mittelpunkt der von Kreisbrandmeister Claus Bauck geleiteten Veranstaltung standen dessen Jahresbericht sowie personelle Veränderungen und Beförderungen.

In seinem Bericht befasste sich der Feuerwehrführer unter anderem mit der demographischen Entwicklung und damit einem Thema, dass in den nächsten Jahren immer mehr ins Blickfeld rücken wird. Derzeit gibt es in Lüchow-Dannenberg 66 Ortswehren und drei Werkfeuerwehren. Dass in diesem Landkreis mit nicht einmal 50.000 Einwohnern knapp 2900 Blauröcke aktiv sind stellt eigentlich keine schlechte Ausgangslage dar.

Den Nachwuchs gewinnen
„Schon mittelfristig zeichnen sich jedoch“, so der Kreisbrandmeister, „sinkende Mitgliederzahlen ab.“ Dies kündigt sich bereits mit einem Rückgang von neun Prozent bei den Jugendfeuerwehren und den Floriangruppen innerhalb der letzten beiden Jahre an. Bauck forderte die Gemeinde- und Ortsbrandmeister auf, die Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehren als gemeinsame „Kernaufgabe“ zu begreifen.

Der Kreisbrandmeister berichtete auch von den Einsätzen des vergangenen Jahres. Die Lüchow-Dannenberger Wehren wurden zu sechs Großbränden, 17 Feuern mittleren Ausmaßes, 53 Klein- und 29 Entstehungsbränden gerufen. Darüber hinaus schlugen 154 Hilfeleistungseinsätze, unter anderem bei Verkehrsunfällen, zu Buche. Wegen Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen rückten die Frauen und Männer 47 mal aus.

Der Dank des Kreisbrandmeisters galt nicht nur den Angehörigen der Feuerwehren. Bauck stellte anerkennend fest, dass die politisch Verantwortlichen und die Mitarbeiter der Verwaltungen deren Anliegen unterstützen und wertschätzen. Abschließend lobte er die vielen Arbeitgeber, die ihr Personal für Einsätze freistellen und damit einen indirekten, aber mehr als wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Menschen in der Region leisten.

Personelle Veränderungen
Bauck verabschiedete Frank Konau als Zugführer des I.Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB II) sowie Franziska Schön und Torsten Fiesinger, stellvertretende Zugführer in dieser Formation. Franziska Schön rückt nun an die Spitze ihres Zuges. Stellvertretende Zugführer in der KFB II werden Frank Konau und Bernd Hillegrub.

Stefan Schmidt übernimmt das Amt des Kreisbereitschaftsführers II, als Stellvertreter steht ihm Klaus-Dieter Korbella zur Seite. In der KFB I sind ab sofort Tatjana Korf-Jahrens und Daniel Hoch stellvertretende Zugführer. Den Wasserrettungszuges führt nun Andreas Lenz. Damit sind diese Einheiten auch weiterhin personell gut aufgestellt.

Die Verleihung höherer Dienstgrade nahm längere Zeit in Anspruch. Zum Brandmeister wurden Malte Bartels, Dirk Bauer, Timo Bracht, Bernd Hillegrub, Daniel Hoch, Reiner Kunpert, Marko Lahmert, Reiner Lüdemann, Manuel Maury, Heiko Stanek, Jörn Rademacher und Fabian Rüß befördert. Oberbrandmeister sind ab sofort Holger Bannöhr, Heiko Jordan, Torsten Pevesdorf, Karsten Sander und Marco Thöne. Die Schulterstücke eines Hauptbrandmeisters trägt künftig Conrad Thorwesten.

Die Dienstversammlung der Orts- und Gemeindebrandmeister endete mit einem Ausblick auf die für dieses Jahr geplanten Termine. Schwerpunkt wird im Sommer der Rückblick auf die große Waldbrandkatastrophe in Niedersachsen 1975 sein. Lüchow-Dannenberg war damals einer der drei betroffenen Landkreise. Mit vier großen Veranstaltungen, einer Sonderausstellung im Historischen Feuerwehrmuseum Neu Tramm sowie Berichten von Zeitzeugen im Internetauftritt des Kreisfeuerwehrverbandes wird dieses Ereignis umfassend dargestellt.

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Der Kreisfeuerwehr-Musikzug sorgte für den musikalischen Rahmen
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Unter den zahlreichen Gästen war der Leiter des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr, Oberstleutnant der Reserve Fritz Boldt
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v.li.: Landrat Jürgen Schulz gratuliert dem neuen Brandmeister Dirk Bauer

Bericht und Bilder: Johann Fritsch