Am Sonnabend den 1.10.2016 wurden um 14:53 Uhr die Feuerwehren aus Luckau, Clenze, Beesem und Püggen sowie die örtliche Einsatzleitung zu einem Werkstatthallenbrand zur Firma Vogler nach Steine gerufen. Da auch aus den Produktionshallen aus dem Kühlsystem beißender Geruch von Ammoniak festgestellt wurde, wurde gleichzeitig auch der Kreisfeuerwehrbereitschaftszug II „Umwelt“ zur Firma Vogler alarmiert.
Bei Eintreffen der Wehren stellte sich jedoch heraus, dass es sich zum Glück um eine Übung handelte.


Als Szenario hatte Matthias Behn von der Feuerwehr Luckau u. a. vorgegeben:
- einen Werkstattgebäudebrand mit zwei vermissten Personen im Gebäude
- die Wasserversorgung über längere Wegstrecken aus Brunnen und Unterflurhydranten
- Niederschlagung und Verhinderung der Ausbreitung der Ammoniakgase mit Wasser
- aufspüren und abdichten des Lecks im Kühlsystem der Produktionshalle mit Menschenrettung

Mehre Trupps wurden beim Eintreffen sofort unter schweren Atemschutz ausgerüstet und mussten zur Menschrettung und Brandbekämpfung in das vollständig vernebelte Werkstattgebäude vorrücken.

Des Weiteren wurde die Brandbekämpfung mit mehreren Rohren von außen vorgenommen.

Damit sich die Ammoniakgase aus der Produktionshalle nicht auf dem Gelände  ausbreiten konnten wurde eine Wasserwand aufgebaut.  Hier werden anstatt Strahlrohe so genannte Hydroschilder an das Schlauchende angekuppelt, mit denen je nach Gerätetyp und Wasserdruck eine 10 Meter hohe und 30 Meter breite Wasserwand erzeugt werden kann.
Nach gut zwei Stunden waren alle vermissten Personen gerettet, war das Feuer gelöscht, das Leck an der Ammoniakanlage abgedichtet, so dass für die rund 90 Einsatzkräfte darunter 46 Einsatzkräfte des Umweltzuges „Übungsende“  ausgegeben werden konnte.
Wichtig war wieder einmal, wie arbeiten die Wehren zusammen unter Einbeziehung der Einsatzleitung und wie stellt sich die Wasserversorgung speziell in Steine da. Dabei wurde festgestellt, dass ein Löschwasserbrunnen wohl nicht mehr genutzt werden kann, da dieser keine Leistung mehr hatte.
Dagegen war Luckaus Wehleiter Matthias Behn mit der Wasserleistung aus der öffentlichen Wasserversorgung (Unterflurhydranten) sehr zufrieden, so dass die Wasserversorgung im Ernstfall ausreichen müsste.
Kreisbrandmeister Claus Bauck dankte bei der Abschlussbesprechung, im Pausenrau der Firma Vogler, allen Einsatzkräften für den reibungslosen Ablauf.  Dank geht auch an die Firma Vogler für die Verpflegung der Einsatzkräfte nach der Übung und die Bereitstellung des Firmengeländes und der Gebäude für diese Übung.

Bericht: Ingo Kath
Bilder: Ingo Kath

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