2013 01(fri). Kenia hat es ihm angetan, das Land und seine armen, aber freundlichen Menschen. Hans-Albert Thieße weiß auf Anhieb gar nicht mehr genau wie oft er schon dort war, „wohl zehn oder zwölf Mal.“ Der Guhreitzener erzählt begeistert von den Fotosafaris, auf denen er aus nächster Nähe schon ziemlich alles gesehen hat, was zur dortigen Landschaft und Tierwelt gehört.

Neben, besser vor seiner Reiselust, gehört sein Herz der Feuerwehr. Der 1949 in Walsrode geborene Erste Hauptfeuerwehrmann ist mit Leib und Seele Gerätewart. „Ein Job“, wie er sagt, „nach dem sich die Leute nicht gerade drängen.“ Inzwischen kümmert er sich schon mehr als 25 Jahre um Fahrzeug und Gerät der Sachauer Ortswehr, darüber hinaus ist er auch noch im kameradschaftlichen Umfeld aktiv, einschließlich Zapfanlage und was man sonst noch so braucht. „Die Feuerwehr ist meine zweite Heimat“ meint nicht nur er, seine Ehefrau bestätigt ihm das gerne.

Warum er sich so engagiert, darüber denkt Thieße eigentlich nicht nach. „Es macht mir halt Spaß“ meint er dazu und hat dabei nicht nur das kameradschaftliche Miteinander und die Aufgabe anderen Menschen zu helfen im Sinn. Ihn befriedigt einfach, „etwas zum Laufen zu bringen.“ Dazu gehört auch, Ersatzteile für das alte Einsatzfahrzeug aufzuspüren, „zu schrauben“ und dann mit Befriedigung zu sehen wie alles funktioniert.

Große Wünsche hat der gelernte Schlachter eigentlich nicht. Der begeisterte Motorradfahrer und HSV-Fan freut sich auf die Rente, aber die Zeit bis dahin geht er als Kraftfahrer eines Fleischverarbeitungsbetriebes weiter seiner Arbeit nach, engagiert und zupackend wie er halt ist. „Ja, gut, ein größerer Lottogewinn wäre nicht schlecht, dann würde sich der Rest alleine erledigen“, schiebt der kürzlich vom Landesfeuerwehrverband ausgezeichnete Thieße nach. Und er denkt dabei wieder einmal an die nächste Reise nach Kenia.