Einsätze
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Große Schritte bei der Feuerwehr Schnega

Schnega (hbi) Als vor zwei Jahren die damalige Ortsfeuerwehr Lütenthien als Löschgruppe der Feuerwehr Schnega angeschlossen wurde, bot sich keine andere Alternative: in Lütenthien fand sich leider niemand, der als Ortsbrandmeister Verantwortung übernehmen und die Wehr führen wollte. Auch wenn die Blauröcke aus Lütenthien einstimmig die Entscheidung begrüßten, wusste niemand, wie das in der Praxis aussehen werde.

Dass alle Ängste unbegründet waren, zeigte sich auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schnega mit Löschgruppe Lütenthien. Der reibungslose Ablauf dieses Zusammenschlusses ist nicht zuletzt und erfreulicherweise der Art und Weise der Zusammenarbeit geschuldet.

Für Björn Schindler war es seine erste Versammlung als Ortsbrandmeister und sein Bericht über das vergangene Jahr, aber auch sein Ausblick auf die Zukunft erntete unter den Anwesenden viel Applaus. Mit insgesamt 94 aktiven Feuerwehrleuten an beiden Standorten stellt die Feuerwehr Schnega die zweitstärkste Feuerwehr in der Samtgemeinde Lüchow (Wendland), lediglich die Schwerpunktfeuerwehr Lüchow hat mehr Personal zur Verfügung. Mit 14 weiblichen Einsatzkräften liegt der Frauenanteil bei annähernd 15 Prozent, der Trend zeigt aber auch hier deutlich nach oben. Denn Schindler konnte sechs neue Wehrleute bei der Versammlung begrüßen, darunter vier Frauen – alle Neuaufnahmen kommen dabei aus Lütenthien, zudem berichtete er von zwei Übertritten aus der Jugendfeuerwehr. Mit allen Abteilungen und dem Förderverein kommt die Feuerwehr Schnega auf insgesamt mehr als 300 Mitglieder. „Das zeigt, wie sehr die Feuerwehr in der Gemeinde Schnega von der Bevölkerung angenommen und akzeptiert wird – wir wollen ein Teil der Gesellschaft sein“ zeigte sich Schindler optimistisch. Und genau dieser Herausforderung stellt man sich in Schnega.

So habe man bspw. den Ausbildungsdienst neu strukturiert, an drei unterschiedlichen Tagen finden zu unterschiedlichen Uhrzeiten die Ausbildungsdienste der Einsatzabteilung statt. So hat jeder die Möglichkeit, bei den Diensten dabei zu sein, auch wenn der Schichtplan oder andere Termine mal dazwischen grätschen. Um die Ausbildung auf dem weiterhin notwendigen, hohen Niveau zu halten, soll ein Ausbilderpool mit Spezialisten aufgebaut werden, der in Zusammenarbeit mit Nachbarwehren zu einer neuen Professionalität in der Ausbildung führen soll.

Und auch sonst will die Feuerwehr Schnega moderner werden und mit der Zeit gehen. Eine neu installierte Vertrauensperson soll künftig bei Problemen oder Konflikten eingeschaltet werden können, wenn diese nicht alleine lösbar sind. Die Finanzen aus Kameradschaftskasse und Förderverein werden künftig im Förderverein zusammengeführt, um hier rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, wie Schindler es begründete.

Mit einer Reihe von Veranstaltungen möchte die Feuerwehr noch mehr die Nähe zur Bevölkerung suchen und plant daher für das Frühjahr einen Mitmachtag, im nächsten Jahr soll dann der 100. Geburtstag der Wehr groß gefeiert werden.

Neben all diesen Neuerungen berichtete Schindler von insgesamt neun Einsätzen im letzten Jahr. Besonders prägnant war ein Verkehrsunfall auf der B71, bei dem zwei Menschen leider ihr Leben verloren. In diesem Zusammenhang lobte Schindler die hervorragende Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren. Auch solche Einsätze – so traurig und schrecklich sie auch sind – prägen den Erfahrungsschatz der Einsatzkräfte und vermitteln ein Gefühl dafür, wie jeder einzelne mit herausfordernden Situationen am besten umgeht.

Kreisbrandmeister Henning Peters zeigte sich erstaunt und überrascht über die hohe Mitgliederzahl in Schnega und beglückwünschte die Gemeinde zu dieser schlagkräftigen Feuerwehr. Er ehrte den ehemaligen Ortsbrandmeister und stv. Zugführer der Kreisfeuerwehrbereitschaft 1, Torsten Schmidt, mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber.

Zudem wurden Björn Schindler und Mirko Napieralla für 25, Werner Gröger und Wolfang Struck für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet. Ulrich Schmidt wurde für bemerkenswerte 70 Jahre in der Feuerwehr geehrt. Der scheidende Bereichsbrandmeister Otmar Kandora konnte zudem den Ortsbrandmeister Björn Schindler zum Hauptlöschmeister befördern.

Besonders viel Applaus erntete Schindler für einen weiteren Vorstoß: als erste Feuerwehr im Landkreis überhaupt plant die Feuerwehr Schnega bzw. der Förderverein, künftig seinen Einsatzkräften ein Einsatzgeld zu zahlen. Die Modalitäten und die genaue Höhe müsse zwar noch besprochen werden, aber die Entscheidung stehe fest. Sicher ein sehr wichtiges Signal der Wertschätzung der Arbeit unserer ehrenamtlichen Feuerwehrleute.

112 Prozent Ehrenamt - MACH MIT!

Ansprechpartner SG Lüchow (W)

Gemeindebrandmeister

EHBM Michael Schalon
Remonteweg 11
29462 Wustrow

Telefon: 05843/986673
Handy: 0170/3420148

michael-schalon@t-online.de

Pressesprecher

HFM Domenik Schulz

Handy: 0170/3162945

E-Mail: domenikschulz94@gmail.com
 

 

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